Start Spieltag Vorbericht Der Lieblingsgegner kommt – Vorbericht Hamburger SV

Der Lieblingsgegner kommt – Vorbericht Hamburger SV

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Fangen wir mit dem Positiven an, denn die Wolken über Berlin sind dunkel genug. Am Samstag um 15:30 Uhr kommt der Lieblingsgegner unserer Hertha ins Olympiastadion. Das war es leider fast auch schon. Pokal ist passé – der gefühlte freie Fall kann mit einem Sieg gegen den Hamburger SV gestoppt werden, dafür wird aber eine Leistungssteigerung und vor allem Effektivität nötig sein.

Wer kommt da auf uns zu? 

9-0 Tore und 4 Siege in Folge. Das ist die Bilanz der letzten Heimspiele gegen den Hamburger SV. Da sollte doch Grund zu Freude aufkommen. Der HSV wartet seit dem 3. Spieltag auf einen Sieg und liegt mit 7 Punkten auf einem Relegationsplatz. Nichts Neues, denn historisch gesehen haben die Hamburger diesen Tabellenplatz für sich gebucht und fühlen sich dort sichtlich wohl. Der Ausfall von Nicolai Müller, der sich im ersten Spiel gegen Augsburg das Kreuzband riss, wiegt schwer. Neuzugang André Hahn kann seine Schnelligkeit noch nicht in Tore ummünzen und so ähnelt sich das jährliche Bild, dass man vorne zu harmlos agiert und in der Defensive nicht die nötige Stabilität auf den Platz bringt.

Am Samstag wieder in der Abwehr: Kyriakos Papadopoulos (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Der Gisdol-Fußball scheint primitiv, verfolgt jedoch einen klaren Plan. Um das Maximale aus dem Kader herauszuholen, sollen lange Bälle in die Spitze gespielt werden. Gewinnt man dann die zweiten Bälle, will man möglichst nah am gegnerischen Tor durch die schnellen Angreifer zum Torerfolg zu kommen. Definitiv verzichten muss Hamburgs Coach dabei auf Abwehrspieler Gideon Jung, der nach seiner roten Karte gegen den FC Bayern für 2 Spiele aussetzen muss. 

Mutig mit Leidenschaft 

Am vorherigen Spieltag gegen den Rekordmeister FC Bayern zeigte man eine kämpferisch hervorragende Leistung und schrammte nur knapp an einem Punktgewinn vorbei. Wo viele mit einem erneuten Torfestival gerechnet hatten, schafften es die Hamburger durch Disziplin und Leidenschaft einen kleinen Achtungserfolg zu verbuchen. Ausgerechnet die Attribute, die unsere Mannschaft derzeit vermissen lässt.

Bobby Wood nach dem Spiel gegen den FC Bayern. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Am Samstag könnte der HSV mit einem Sieg an tabellarisch mit Hertha gleichziehen, Grund genug, um motiviert in das Spiel zu gehen. Man kann davon ausgehen, dass der Ball vorrangig unserer Heimmannschaft überlassen wird, um dann die schnellen Außenstürmer bei Kontern in Szene zu setzen. Für gewöhnlich können die Hamburger in Berlin auf zahlreiche Unterstützung aus der Hansestadt rechnen. 8000-10000 Norddeutsche werden die Mannschaft anfeuern.  

Dringend benötigte Punkte 

Schaffte man letzte Saison in der Hinrunde ein deftiges Punktepolster einzuspielen, befindet sich unsere Mannschaft vor dem 10. Spieltag mindestens in einer Ergebniskrise. Tabellenplatz elf mit zehn Punkten sind mit solch einem ambitionierten Kader zu wenig.

Trainer Dardai steht derzeit unter Druck (Photo by Matthias Kern/Bongarts/Getty Images)

Man benötigt dringend 3 Punkte, um die Stimmung innerhalb der Mannschaft und rund um den Verein nicht noch weiter absinken zu lassen. Einige Fans stellten nach dem zwischenzeitlichen 0-3 gegen Köln den Support ein. Da sollte der Lieblingsgegner HSV zur rechten Zeit kommen. Trainer Dardai kündigte an, nach 10 Spieltagen Bilanz zu ziehen. Fährt man am Samstag einen Heimsieg ein, würde man sich ein kleines Polster zu den unteren Rängen verschaffen. Verschläft man jedoch wieder eine Halbzeit und baut dadurch vermeintlich schwächere Gegner wie zuletzt den SC Freiburg oder 1. FC Köln auf, dürfte die Abrechnung von und mit Dardai rauer ausfallen. Fehlen werden am Samstag Darida, Leckie und der gesperrte Haraguchi. Bei Sebastian Langkamp besteht Hoffnung, dass er es nach wochenlanger Muskelverletzung wieder in den Kader schafft.

 

 

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