Start National 1. Bundesliga Die letzte Aufgabe – Vorbericht RB Leipzig

Die letzte Aufgabe – Vorbericht RB Leipzig

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Die Punktepflicht ist erfüllt – nun folgt die letzte Aufgabe in der Hinrunde 2017/18. Die letzte Kür wird keine Einfache sein, denn man muss sich bei frostigen Temperaturen auswärts dem diesjährigen Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig stellen. In der zwei Stunden entfernten Sachsen-Stadt gilt es die letzten Energien zu bündeln, um sich nicht mit einem Negativerlebnis in die kurze Winterpause zu verabschieden.

Das Ende kräftezehrender Wochen

Hätte man vor Beginn der Saison prognostiziert, dass Hertha am Ende der Hinrunde als Tabellenelfter zum Drittplatzierten nach Leipzig fährt, hätten dem viele zufrieden und realistisch zugestimmt. Nachdem man am Mittwoch einen umkämpften Heimsieg gegen Hannover 96 einfahren konnte, wurde das Punktekonto auf zufriedenstellende 21 Zähler hochgeschraubt und ist nun den Europa-Cup-Plätzen wieder näher als den Abstiegsrängen. Für unseren künftigen Gegner aus Leipzig und unserem Team lässt sich gemeinschaftlich sagen: Das Ende der Hinrunde sehnen sich Spieler und Trainerteams nach etlichen englischen Wochen tunlichst herbei.

RB-Trainer Hasenhüttl hofft auf einen Heimdreier. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

RB-Trainer Hasenhüttl gibt zu: „Wir gehen auf dem Zahnfleisch, ich merke, wie die Mannschaft sich quält“ (welt.de). Nachdem man wettbewerbsübergreifend konstante Leistungen auf den Platz bringen konnte, merkt man den Sachsen allmählich den Kräfteverschleiß in Form von Punktverlusten und Verletzungen an. Den letzten Sieg konnte man 13. Spieltag im Heimspiel gegen Bremen holen, in der Zwischenzeit verabschiedete man sich aus der Champions-League und musste in Hoffenheim beim 0-4 die bislang höchste Niederlage in der jungen Bundesligageschichte einstecken. Beim 2-2 gegen Mainz sowie beim 1-1 in der Golfstadt zeigte man zudem in der Schlussphase ungewohnte Schwächen.

Alte Muster vermeiden

Solch Schwächephasen sind wir seit dieser Hinrunde auch in Berlin wieder gewohnt. Obwohl man durch Effektivität, Kampf und Leidenschaft einen wichtigen Heimdreier holte, verfiel unsere Mannschaft am vergangenen Mittwoch in der zweiten Halbzeit zurück in alte Muster. Wie so oft in dieser Saison zeigte man sich nach einer Führung, welche vor der Pause sogar auf 2-0 ausgebaut werden konnte, viel zu passiv und ließ sich in die eigene Hälfte zurückdrängen. Nachdem man die stark ausgeführten Standards von 96 in der ersten Hälfte dank Rune Jarstein noch abwehren konnte, war Hannover nach dem Anschlusstreffer einem Punktgewinn näher, als der Sieg für unsere Hertha.

Jubel vor der Ostkurve: Wichtige drei Punkte! (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Doch man zeigte endlich wieder Siegeswillen: Mit dem fast einzigen Angriff in den zweiten 45 Minuten gelang durch den eingewechselten Jordan Torunarigha der Lucky-Punch und damit verbunden die große Erleichterung auf dem Platz und auf den Rängen. Leider mussten Mitchell Weiser und Karim Rekik verletzungsbedingt ausgewechselt werden und werden Trainer Pal Dardai am Sonntag nicht zur Verfügung stehen.

Eine holprige Hinrunde mit 21+X beenden

Möchte man Sonntagabend nicht als Verlierer vom Platz gehen und damit die Erwartungen vieler Skeptiker vom Dardaischen Fußball erfüllen, sollte unsere Mannschaft Mut und vor allem die Leidenschaft der ersten Halbzeit vom Mittwoch zeigen. Während man sich gegen konstante und fitte Leipziger wenig hätte ausrechnen können, hat man nun nach anstrengenden Wochen schon mit einem Punkt die Chance auf versöhnliche Weihnachten. Schließlich reist man als effektivstes Standard-Team der Bundesliga in die 500.000 Einwohner-Stadt.

Glücklicher Torschütze: Jordan Torunarigha. (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images )

Leipzig muss auf Leistungsträger wie Emil Forsberg, Marcel Sabitzer und Dayo Upamecano verzichten. Bei unserer Hertha wird Torschütze Jordan Torunarigha voraussichtlich Karim Rekik ersetzen und Mathew Leckie nimmt Weisers rechte Außenbahn ein. Ein besonderes Spiel wird es für Davie Selke, der gegen seine alten Kollegen sicherlich motiviert sein wird. Durch einen Punktgewinn in Leipzig könnte man sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen und versöhnlich in die Winterpause gehen.

 

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