Start Allgemein Unsere Nummer 5 Niklas Stark – ein Juwel wird immer wertvoller

Unsere Nummer 5 Niklas Stark – ein Juwel wird immer wertvoller

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22 Jahre alt und bereits solch einen hohen Stellenwert im Team unserer Hertha. Wenn man an einen Musterprofi denkt, könnte einem schnell der Name unserer Nummer 5 einfallen. Niklas Stark wirkt in seinen Interviews abgeklärt, durchdacht und vor allem erfolgsfokussiert. Er verfolgt einen klaren Karriereplan, bei Hertha verliefen seine ersten zwei Jahre wie im Märchen. Nach seinen Auftritten bei der U21-Europameisterschaft und dem Titelgewinn dürften ihn nun viele Top-Klubs auf dem Zettel haben.

(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)
Die Entwicklung zum Führungsspieler

„Niklas ist für uns extrem wichtig. Er spricht Themen offen an und führt zudem die Mannschaft auf dem Platz.“ beschreibt U-21-Cheftrainer Stefan Kuntz unseren Defensivallrounder in der BZ. Führungsspieler unter den gleichaltrigen zu sein ist die eine Sache. Den gleichen Status im Verein zu erspielen, erfordert starke Leistungen und Bodenständigkeit zugleich. Nachdem er als 20-jähriges Nachwuchstalent vom 1. FC Nürnberg vor zwei Jahren nach Berlin wechselte, wurde schnell klar, dass Michael Preetz hier wieder einen seiner durchdachten und erfolgreichen Transfers getätigt hat. 22 Bundesliga-Startelfeinsätze in der letzten Saison wurden mit Platz 6 gekrönt. Eine im Durchschnitt gute 3,28 Kicker-Note kann sich sehen lassen. Die jetzige Saison beginnt für ihn jetzt erst so richtig. Der Rippenbruch ist ausgeheilt und ein fitter Niklas Stark wird in den nächsten anstrengenden englischen Wochen enorm wichtig werden.

Was zeichnet ihn aus?

 

Stark bei der U21. (Photo by PIOTR NOWAK/AFP/Getty Images)

Seine Vielseitigkeit im Defensivbereich, sein Stellungsspiel und seine Kopfstärke sind Starks Trumpf. Besonders bei Standards hat er bewiesen, dass er defensiv wie offensiv eine Waffe ist. Nach dem Weggang von Brooks wurden wichtige Zentimeter in den Luftzweikämpfen verloren. Hier wird Stark in der Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen. Er kann gleichermaßen als Innenverteidiger sowie als defensiver 6er eingesetzt werden. Das ist jedoch Segen und Fluch zugleich. Wo ist er für die Mannschaft am wertvollsten? Stark selber betont: „Normalerweise will ich schon in der Innenverteidigung spielen. Aber das ist abhängig davon, wie wir aufgestellt sind. Wenn der Trainer sagt, ich soll die Sechs spielen, spiele ich dort (BZ).“ Und dort wird er von Dardai auch vorzugsweise eingesetzt.

Seine Spiele bei der U21-Europameisterschaft haben anderseits gezeigt, wie bedeutsam er für ein ganzes Team mit seiner Ruhe und Zweikampfstärke als Innenverteidiger sein kann. Einige Angreifer von renommierten Nationen bissen sich an ihm die Zähne aus. Auf der Sechs räumt Stark durch seine Spielintelligenz und Schnelligkeit viele gegnerische Angriffe in der gefährlichen Zone 20 Meter vor dem Tor ab, spielerische Akzente nach vorne bleiben nichtsdestotrotz ein Entwicklungsfeld von ihm. Besonders dort braucht Hertha neben dem gesetzten Kämpfer Skjelbred allerdings einen Antreiber für das Offensivspiel.

Im 4-4-2 ergibt sich dadurch ein Überangebot im Mittelfeld, was Stark zum Verhängnis werden könnte. Im 4-3-2-1 bei Auswärtsspielen, mit Darida als 10er, dürfte Stark gesetzt sein. In der Innenverteidigung scheinen sich Langkamp und Rekik gefunden zu haben. Beide harmonieren in den ersten Spielen ordentlich. Bei einem Ausfall wird Stark hier die Alternative Nummer eins sein. Guckt man auf die Anzahl der Spiele in den nächsten Wochen (7 Spiele in 22 Tagen) ist eine Rotation in allen Mannschaftsteilen sehr wahrscheinlich, sodass unser Allrounder bei vorausgesetzter Fitness seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen kann.

 

Wohin führt sein Weg?
(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Der Vertrag wurde kürzlich bis 2022 verlängert, eine Belohnung für seine Entwicklung und starken Darbietungen im blau-weißen Trikot. Außerdem ist das ein klares Zeichen von der Vereinsführung, dass man langfristig mit ihm plant. Hier muss man unserem Manager ein Kompliment aussprechen, denn die eindeutig erkennbare Transferpolitik und das Setzen auf junge, vor allem deutsche Spieler, tragen bereits jetzt schon viele Früchte. In der Europa-League kann Stark nun weitere internationale Erfahrung sammeln und bekommt die Gelegenheit, sich auf breiter Bühne zu zeigen. Das wiederrum macht ihn sehr begehrt.

Diesen Sommer soll AS Rom ernsthaft über eine Verpflichtung von Stark als Ersatz für den zu Chelsea abgewanderten Antonio Rüdiger nachgedacht haben. Der langfristige Vertrag würde Hertha in den nächsten ein bis zwei Jahren eine enorm hohe Ablösesumme generieren. Es ist kein Geheimnis, wenn man sagt, dass die Top-3-Mannschaften der Bundesliga einen solch kompletten und jungen Spieler wie Niklas Stark kurz- oder mittelfristig auf dem Zettel haben werden. So lange werden wir gleichwohl noch viel Freude mit ihm haben! Und wer weiß, vielleicht sehen wir ihn bei weiterhin starken und konstanten Leistungen im nächsten Sommer mit Jogi Löw im Flieger nach Russland?

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