Start Allgemein Valentino Lazaro – Endlich in Berlin angekommen

Valentino Lazaro – Endlich in Berlin angekommen

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Der 22-jährige Österreicher wird immer wertvoller für unsere Hertha. Im Sommer wechselte er, noch mit einer Verletzung geplagt, in die deutsche Hauptstadt und zeigt nunmehr Qualitäten, die der Mannschaft in den letzten Jahren gefehlt hatten. Der Ösi scheint endlich angekommen in Berlin!

Ein Gewinnertyp

6,5 Millionen Euro sind im heutigen Tagesgeschäft des Fußballs nicht viel Geld – für unsere Hertha lässt sich das ein bisschen anders darstellen. In Zeiten, wo fast 20 Millionen Euro für ambitionierte Abwehrspieler innerhalb der Bundesliga bezahlt werden, scheint die vergleichsweise schmale Ablösesumme für unseren neuen Spielmacher gut angelegtes Geld. Valentino Lazaro kam im vergangen Sommer mit neun österreichischen Titeln (5 Meisterschaften & 4 Pokalsiege) im Gepäck nach Berlin. Dardai nennt ihn einen Gewinnertypen, was in dem noch jungen Alter nicht selbstverständlich ist. Seinen ersten Geburtstag im blau-weißen Trikot konnte er am Wochenende bei der Nationalmannschaft feiern.

Valentino Lazaro beim Jubeln. (Photo by PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

Neben 12 Länderspieleinsätze kann er nunmehr schon auf 25 Pflichtspieleinsätze für unsere Hertha zurückblicken. Insgesamt gelangen ihm dabei zwei Tore und sechs Vorlagen, für das erste Bundesligajahr eine durchaus ordentliche Statistik. Er selbst bewertet seine Leistung wie folgt: „Mein Ziel ist, dass ich bei den Scorer-Punkten gut dabei bin und über die Saison hinweg viele sammeln kann. Mit der Europa League habe ich zwei Tore und sechs Assists. Es hätten mehr sein können. Wir müssen allgemein als Team daran arbeiten, unsere Chancen öfter zu verwerten. Aber für die erste Saison in der deutschen Bundesliga ist es schon ein Wert, mit dem man gut einsteigen kann – vor allem, wenn man an die Verletzung zu Saison-Beginn denkt. Aber nächste Saison will ich natürlich mehr machen.“ (Quelle: laola1.at)

Dringend benötigte Qualitäten

Vor einigen Wochen analysierten wir die Offensivprobleme unserer Mannschaft (hier). Bis zu dem Auswärtssieg in Hamburg schaffte man es, vier Spiele ohne ein eigenes Tor zu bleiben. Es war unter anderem Valentino Lazaro, der den Knoten nun endlich zum Platzen brachte. Wird es vor dem gegnerischen Tor gefährlich, ist in den meisten Situationen der Österreicher dafür verantwortlich.

Lazaro im Spiel gegen den Hamburger SV. (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Seine Schnelligkeit und Dribbelstärke, kombiniert mit guter Übersicht, zeigen ungewohnte und dringend benötigte Qualitäten im sonst oft statischen und ideenlosen Offensivspiel der Hertha. Seine Polyvalenz (in guter Erinnerung an Lucien Favre), indem er auf allen Positionen im Angriff spielen kann, machen ihn für unsere Mannschaft unverzichtbar. Vor allem in dem von Pal Dardai bevorzugten überfallartigen Umschaltspiel zeigt er sich oft an erste Anspielstation und kann mit seinen Tricks am Ball einige Abwehrspieler aushebeln. Der Sohn einer Österreicherin und eines Angolaners lässt blau-weiße Herzen wahrlich höher schlagen!

Herthas Zukunft

In dem Gebilde vieler talentierter junger Spieler zusammen mit alten Hasen wie Vedad Ibisevic und Peter Pekarik genießt Valentino Lazaro nach nur wenigen Monaten einen hohen Stellenwert. Nachdem unser Kreativpol Mitchell Weiser erwartungsgemäß mit international ambitionierten Vereinen wie Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wird, ist es umso wichtiger, auf Spieler wie Lazaro zu bauen. Sollte Mitchell Weiser unsere Hertha im Sommer verlassen, kann und wird der Österreicher diese Rolle einnehmen und ihn mittelfristig ersetzen.

Lazaro (r.) könnte Weiser (l.) ersetzen. (Photo by ANDER GILLENEA/AFP/Getty Images)

Nachdem er mit 16 Jahren fast beim AC Mailand gelandet wäre, sind wir froh, solch einen dynamischen und technisch versierten Spieler in den eigenen Reihen zu haben. Lass dich feiern Valentino!

3 KOMMENTARE

  1. Hertha darf nicht nur auf Lazaro als einziger kreativer Spielgestalter vertrauen. Da müssten die Verantwortlichen mit ein bis zwei neue kreative Spieler reagieren, falls es wirtschaftlich umzusetzen ist.

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