Start National DFB Pokal Vorbericht 1.FC Heidenheim – Hertha BSC

Vorbericht 1.FC Heidenheim – Hertha BSC

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So ganz gewöhnt man sich noch immer nicht an die Tatsache, dass Hertha, von der englischen Woche abgesehen, unter der Woche Spiele absolvieren muss. Doch ist es ein Gedanke, mit dem man sich gern anfreundet. Gewinnt Hertha auch in Heidenheim, steht noch ein Bonusspiel außerhalb des Wochenendes an. Aber auch diese Schlacht muss erst geschlagen werden und ist noch längst nicht gewonnen.

Das alte Lied aus der Bibel

Es ist ein Ausspruch, für den das Phrasenschwein geschaffen wurde, doch Tatsache ist, dass die Partie am Mittwoch dem Duell von David gegen Goliath in nichts nachsteht. Zugegeben, mutmaßlich werden die Heidenheimer nicht mir der Steinschleuder zum Spiel anreisen, aber die Rollenverteilung ist dennoch klar. Ohne Wenn und Aber muss Hertha dieses Match für sich entscheiden und ist haushoher Favorit. Das heißt jedoch im Umkehrschluss keinesfalls, dass Heidenheim chancenlos ist. Schließlich dachte der Großteil der Dortmunder wahrscheinlich auch, sie würden der Hertha die erste Niederlage im Jahr 2016 zufügen und mussten sich am Ende mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Zwei elementare Unterschiede zur Partie gegen den BVB gibt es allerdings. Am Mittwoch wird es einen Gewinner und einen Verlierer geben und sollte dies, wovon nicht ausgegangen wird, Hertha sein, kommt hoffentlich niemand auf die absurde Idee, dem Rasen die Schuld dafür zu geben.

Hertha und die Zweitligisten

Was neben der sportlichen Qualität für die Gäste spricht, ist die Tatsache, dass man in dieser Saison im Pokal ausschließlich Zweitligisten zu bespielen hatte. Gegen Bielefeld und Nürnberg setzte man sich souverän durch. Gegen den FSV Frankfurt tat man sich schon etwas schwerer und musste eine Ehrenrunde in der Verlängerung drehen. Gleichwohl fand man, trotz der verschiedenen Spielweisen der Gegner, immer den richtigen Plan, um dieser gerecht zu werden. Auch die Heidenheimer werden wohl nicht versuchen, mit Tiki-Taka-Fußball das Halbfinale erreichen, sondern tendenziell eher Mauern, was das Zeug hält und hoffen, dass der Ball irgendwie in des Gegners Netz fällt.

Heidenheim vor dem Spiel des Jahres

Für Heidenheim ist allein das Erreichen des Viertelfinals der wohl größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nachdem man jahrelang in den Niederungen des Fußballs sein Dasein fristete, gelang 2014 der Aufstieg in Liga Zwei und im Jahr darauf der souveräne Klassenerhalt. Derzeit befindet sich der Club auf einem soliden achten Platz und hat weder mit Aufstieg noch mit Abstieg etwas zu tun. Anders als in Bielefeld oder Nürnberg muss Hertha allerdings nicht befürchten, vor einer beeindruckenden Kulisse erdrückt zu werden. Das Heidenheimer Stadion fasst bescheidene 15.000 Plätze. Die Berliner erwartet also ein kleines Kontrastprogramm, nachdem man noch am Samstag vor knapp 75.000 Zuschauern spielte.

Wer soll’s richten?

Das Einzige, das aus Herthaner Sicht Sorgen bereitet, ist die Verletztenliste. Das komplette Herzstück, das gern zitierte “schiefe Dreieck“ droht am Mittwochabend auszufallen. Doch selbst wenn dies der Fall sein sollte, stünde mit Alexander Baumjohann, Tolga Cigerci sowie Jens Hegeler oder Niklas Stark adäquater Ersatz bereit. Es darf also keine Ausreden geben. Ein Weiterkommen ist Pflicht!

Wie blickt ihr dem Spiel entgegen und was sind eure Tipps für die Partie?

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Alexander ist Redakteur und 21 Jahre alt. Alexander über sich selbst: "Schon im Alter von fünf Jahren prophezeite mir mein damaliger Coach eine große Karriere - aber nicht als Fußballer. Mit der Torgefahr Arthur Wichniareks zu Berliner Zeiten und der Ausstrahlung von Gabor Kiralys Jogginghose war früh klar, dass ich mich lieber aufs Schreiben denn aufs Kicken fokussieren sollte. Das tu ich, am liebsten über Hertha, der ich seit 2004 treu ergeben bin und mir dafür ebenso lange Hohn und Spott meiner Freunde anhören darf. Aber wenn wir erst Champions League- Sieger sind, bin ich der, der lacht!"

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